Choralschola

Am Dreikönigstag 2008 blickte die Choralschola Wadersloh auf dreißig Jahre ihres Bestehens zurück, wobei die Pflege der gregorianischen Gesänge in unserer Pfarrgemeinde jedoch viel weiter zurück reicht. Wenn man nämlich bedenkt, dass das älteste noch erhaltene lateinische Antiphonar im Pfarrarchiv der Pfarrgemeinde St.Margareta Wadersloh eine Pergamenthandschrift aus der Zeit um 1420 ist, mutet die Zahl 30 geradezu lächerlich an. Denn ein Inventarverzeichnis aus dem Jahre 1622 enthält bereits Bücher für den lateinischen Choralgesang und bis 1964 gab es kontinuierlich eine Schola für diese Gesänge in der Liturgie an unserer Pfarrkirche. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang auch, dass der Blaufärber Joseph Fleiter die Stelle als Küster im Jahre 1886 gegen seine Konkurrenten nur deshalb bekam, weil er gut und eifrig in der damaligen Choralschola gesungen hatte. So wird deutlich, welchen Stellenwert diese über tausendjährigen Melodien im Leben unserer Pfarrgemeinde in der Vergangenheit besaßen.
Doch wer dann die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts miterlebt hat, weiß, wie plötzlich von heute auf morgen dieser Gesang vollständig aus unserer Kirche verbannt wurde, da er nun als antiquiert, unverständlich - ja unmodern galt.
Aber es dauerte nur dreizehn Jahre, bis der damalige Pfarrverwalter Vikar Franz-Josef Köster sich auf den Weg machte und im Dorf nach geeigneten Männern Umschau hielt, die bereit und in der Lage waren, die wertvollen lateinischen Gesänge einzustudieren und im Gottesdienst wieder vorzutragen. Er fand sehr schnell sechs Sänger, die bereits seit ihrer Kinder- und Jugendzeit mit der Gregorianik vertraut waren oder sich bereit erklärten, diese neu einzustudieren. So schaffte Vikar Köster kurzerhand die notwendigen Choralbücher, die ja den Erfordernissen nach der Liturgiereform entsprechen mussten, an und stellte auf eigene Kosten für die Sänger entsprechende Chorkleidung zur Verfügung. Als Leiter der neu gebildeten Choralschola stellte sich der Musiklehrer Franz-Josef Köhler zur Verfügung und so konnte bereits am Dreikönigstag des Jahres 1978 das komplette Hochamt sowohl in den Wechselgesängen mit der Gemeinde (Ordinarium) als auch in den Texten zum Tage (Proprium) wieder in lateinischer Sprache gesungen werden.
Die Schola selbst hat in den zurückliegenden Jahren neben den regelmäßigen Proben und Liturgien viel erlebt und ist inzwischen zu einer festen Größe im Leben unserer Pfarrgemeinde geworden. Von den "Männern der ersten Stunde" sind noch drei dabei und die Leitung ging inzwischen auf Norbert Kroker über. Zu den Höhepunkten der letzten Jahre zählen sicherlich neben regelmäßigen Ausflügen unter anderem

Probenzeiten:  Dienstag 19.00 Uhr bei Herrn Michael Fleiter, Bergstraße 6
 
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Leiter der Choralschola, Herrn Norbert Kroker.
 
Norbert Kroker
Tel.:                 05242 / 7214
e-mail:             norbert@kroker-online.de